Internet für alle - Chancengleichheit im Netz

Kongress des Bundeswirtschaftsministeriums vom 19. bis 20. September 2001 in Berlin

Meiner Vorstandsarbeit im Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. hat sich ein weiteres Highlight hinzugefügt. Am 4. September 2001 erreichte mich aus unserer Geschäftsstelle eine Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu einem zweitägigen Kongress "Internet für alle - Chancengleichheit im Netz". Auf diesem Kongress sollte diskutiert werden, wie einer Ausgrenzung von gesellschaftlichen Randgruppen aus dem Internet entgegengewirkt werden kann.

Obwohl mir der Termin des Kongresses aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels ganz und gar nicht behagte, sagte ich zu, den Bundesverband dort zu vertreten und meldete mich an. Nach Erhalt der Anmeldebestätigung musste ich mir noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Das Gästehaus der Spastikerhilfe Berlin und ein mir bekanntes Hotel in der Nähe des Tagungsortes waren schon ausgebucht. Als relativ junges Bundesvorstandsmitglied wollte ich deshalb die Chance nutzen, die beiden Topadressen für behindertengerechte Übernachtungsmöglichkeiten Behinderter in Berlin zu testen. Eine versuchte Online-Buchung zeigte mir, dass das neueröffnete Hotel "Haus Rheinsberg" der Fürst-Donnersmarck-Stiftung ebenfalls ausgebucht war. Der gleiche Versuch online beim Hotel Mondial des Sozialverbandes Reichsbund ergab, dass dort zwar noch ein Einzelzimmer zu bekommen war, aber auch seinen Preis kostete. Ich entsann mich, dass Mitglieder des Sozialverbandes dort einen Preisnachlass bekommen. Da ich bei der Online-Buchung keine Möglichkeit gefunden hatte, meine Mitgliedschaft im Sozialverband anzugeben, um den Preisnachlass zu bekommen, rief ich am nächsten Abend im Hotel Mondial an und bat um Buchung eines Einzelzimmers. Groß der Schreck, als ich die Auskunft bekam, es sei kein Zimmer mehr frei. Um so erstaunter war ich, als ich zehn Minuten später online doch noch ein Zimmer buchen konnte. Eine erneute telefonische Nachfrage ergab, dass die Rezeption kein Zimmer mehr frei hatte, meine Onlinebuchung aber korrekt angekommen war. Merkwürdig - ein kleiner Zweifel blieb, ob ich das Zimmer wirklich bekommen würde, aber das Hotel würde schon wissen, welche Schadensersatzforderungen fehlerhafte Buchungsbestätigungen nach sich ziehen. Billiger würde ein rollstuhlgerechtes Ausweichquartier bestimmt nicht. In diesem Moment ahnte ich noch nicht, dass dieses nicht die einzige Gelegenheit bleiben sollte, in der sich das Internet für mich als wahrer Segen erwies.

Da ich in Berlin meinen Rollstuhl benötigte und mir das Bahnfahren mit Rollstuhl und Koffer ohne Begleitperson als zu schwere Strapaze erschien, fuhr ich am Tag vor dem Kongress mit meinem Auto nach Berlin. Die rechtzeitige Anreise verschaffte mir die Möglichkeit, am Nachmittag vorher in aller Ruhe die Möglichkeiten auszukundschaften, vom Hotel zum Tagungsort zu gelangen. Das Hotel Mondial und das Cinemaxx am Potsdamer Platz lagen etwa 4 ½ Kilometer auseinander. Mit dem Rollstuhl benötigte ich dafür 45 Minuten. Als Alternative bot sich die S-Bahn an. Vom Savignyplatz konnte ich bis Friedrichstraße fahren, dort musste ich einmal quer durch den gesamten Bahnhof und dann mit einer anderen Linie Richtung Potsdamer Platz. Da der S-Bahnhof Potsdamer Platz für Rollstuhlfahrer noch nicht zugänglich ist, ging die Fahrt eine Station weiter zum Bahnhof Anhalter und dann überirdisch zum Potsdamer Platz. Weil ich für dieses Unternehmen mehr als 45 Minuten benötigte, zog ich es an beiden Tagen auch bei Regen (nass würde ich sowieso) vor, ohne S-Bahn zu fahren.

Auf dem Weg zum ersten Kongresstag riss mir dann 700 Meter vor dem Cinemaxx an einer Bordsteinkante ein Vorderrad des Rollstuhls ab. Eine nette Passantin sammelte mir Vorderrad samt Aufhängung und abgerissener Schraube ein und ich fuhr das letzte Stück mit halber Geschwindigkeit auf drei Rädern weiter. Geringfügig verspätet checkte ich mich erst einmal am Tagungsbüro ein und packte meine Siebensachen um, um die Rollstuhltasche und meine Jacke an der Garderobe abzugeben. Danach suchte ich mir an der Rezeption des Cinemaxx ein vertrauenserweckendes Gesicht und schilderte mein Problem.

Der freundliche Herr versprach mir, sich um eine Problemlösung zu bemühen. Ich hinterließ meine Handynummer und begab mich ins Plenum. Zwar hatte ich die Begrüßung durch Frau Dr. Christa Maar, Präsidentin der Burda Akademie zum dritten Jahrtausend (Mitveranstalter des Kongresses), bereits verpasst, aber ich bekam noch das Begrüßungsreferat "Verantwortung für die Gesellschaft von morgen übernehmen" von Prof. Dr. Hubert Burda mit, dem Vorstandsvorsitzenden der Burda Media. Schnell wurde mir deutlich, dass auch dieser Kongress von der Terror-Tragödie in New York und Washington am 11. September 2001 geprägt sein würde. Die meisten der Referenten aus Übersee hatten ihre Teilnahme aufgrund der dortigen Ereignisse verständlicherweise abgesagt. Dennoch sollte der Kongress die Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen in das digitale Zeitalter fördern. Besonders Verbesserungsmöglichkeiten der Zugangsmöglichkeiten gesellschaftlicher Randgruppen sollten diskutiert werden. Deshalb befanden sich unter den knapp 600 Teilnehmern Vertreter der Jugend, Behinderte, Senioren, Frauen und Migranten.

Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller hatte sein Einführungsreferat unter das Thema "Digitale Chancen nutzen - Eine Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" gestellt. Nach der ca. dreißigminütigen Ministerrede folgte eine Projektpräsentation aus Großbritannien. Alle Beiträge wurden simultan ins Deutsche bzw. Englische übersetzt und konnten über ausgeliehene Kopfhörer in der gewünschten Sprache angehört werden. Nach zwei weiteren Vorträgen kümmerte ich mich dann erst mal wieder um meinen Rollstuhl. Der Leiter des Serviceteams, Herr Franz hatte sich sehr viel Mühe gegeben und beim siebten Versuch endlich eine Firma erreicht, die zwischen 12.00 Uhr und 12.30 Uhr einen Techniker vorbeischicken wollte. Zur Beschleunigung hatte das Cinemaxx-Team den defekten Rollstuhl, das abgerissene Rad und die zerbrochene Schraube mit einer Digitalkamera fotografiert und das Photo wahrscheinlich per eMail der Reparaturfirma übermittelt, so dass man dort genau wusste, was defekt war und die für die Reparatur erforderlichen Ersatzteile mitbringen konnte (wieder ein Hoch auf die neuen Medien). Ich konnte also beruhigt wieder ins Plenum gehen, verließ dieses allerdings um 12.00 Uhr wieder, um auf den Rollstuhlmechaniker zu warten, weil im Plenum, dass in einem der Großkinosäle des Cinemaxx tagte, kein kontinuierlicher Mobilfunkempfang gewährleistet war. Pech allerdings, dass die konkrete Terminabsprache beim Rollstuhlmechaniker gar nicht angekommen war und dieser erst gegen 15.00 Uhr eintraf. Nach der Mittagspause bezogen sich die Themen im Plenum glücklicherweise auf die Themen Stadtteilintegration und Frauen im Netz, so dass ich während der Anwesenheit des sehr freundlichen und kompetenten Mechanikers der Fa. Rolli-Point nichts wesentliches verpasste. Nach erfolgter Reparatur konnte ich mich dann wieder gänzlich auf den Kongress konzentrieren.

Der Vortrag eines Firmenvertreters der Fa. SuSE, zum Thema "Open Standards - Nutzerfreundlich für jedermann? Alternative Betriebssysteme und digitale Integration", in dem das Betriebssystem LINUX als kostengünstige Betriebsystemalternative zu den Microsoft-Produkten vorgestellt wurde, rief mir zwar ein heftiges Stirnrunzeln hervor, aber die Tatsache, das eine LINUX-Distribution für 100 bis 200 DM für die legale Ausstattung von unbegrenzt vielen Computer verwandt werden kann, ist natürlich ein unbestreitbares Kostenargument im Bereich von Behindertenverbänden. Wir werden als Verband die weitere Entwicklung von LINUX beobachten müssen. Auch die nächste Projektpräsentation "Zugängliches Internet - Empfehlungen des W3C, um Webseiten zu verbessern" war für mich hochinteressant. Das W3C hat sich mit seiner Web Accessibility Initiative (WAI) zum Ziel gesetzt, das Web für alle barrierefrei nutzbar zu machen. Es entwickelt Technologien, Software und Werkzeuge, um allen den Zugang zum Web ermöglichen - unabhängig von Unterschieden in Kultur, Erziehung, Fähigkeiten, materiellen Ressourcen und körperlichen Behinderungen. Die Initiative WAI spricht u.a. Empfehlungen für behindertengerechte Webseiten-Gestaltung aus. Um Lösungen für ein barrierefreies Netz zu entwickeln, kooperiert die Initiative mit der Industrie, Behindertenorganisationen, Forschungseinrichtungen und Regierungen.

Ärgerlich war für mich nur, dass der Moderator der den ersten Tag abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema "Internet für Alle - Vision einer Public-Private Partnership" offensichtlich völlig unvorbereitet war. Ich hoffe nur, dass Dr. Gerd Wittkemper Gelegenheit bekommt, sich seine eigenen Erführungssätze einmal anzuhören. Traurig wenn ein "Senior Vice President von Booz-Allen&Hamilton", eines der ältesten, international führenden Management- und Technologie-Beratungsunternehmen, jedes zweite oder dritte Wort mit "ähh" formuliert. Da ich mir von dieser Podiumsdiskussion wenig erhellendes versprach, verließ ich das Plenum bereits während der Einleitung.

Der zweite Tag begann, wie der erste geendet hatte - mit ein wenig Ärger über die Kongressorganisation. Ich hatte mich für die Teilnahme am Workshop "Ein Netz für Alle: Chance oder Zumutung?" entschieden, weil dort verschiedene Themen behandelt wurden, die den von mir vertretenen Verband interessieren. Mein Interesse galt der Projektvorstellung "Handicap im Internet - Das Internet als Integrationschance für Behinderte" und der Aktion-Mensch-Initiative "Einfach für @lle". Ich begab mich also pünktlich zum Workshop und entnahm dem dort ausliegenden Material, dass für mich von den sechs Themenpunkten die Themen Nummer 4 und 6, also die zweite Hälfte des Workshops, der interessantere Teil war. Ich wartete noch die Einleitung durch die Leitung Dr. Hermann Rampacher und den Moderator Dietrich Sperling ab, nachdem keine Hinweise auf Programmänderungen erfolgten, verließ ich den Workshop, um im Plenum hereinzuhören. Nach meiner Zeitkalkulation kehrte ich rechtzeitig um vierten Themenpunkt des Workshops zurück. Dass dort gerade das als dritten Programmpunkt angekündigte Internetangebot der Bahn diskutiert wurde, konnte ja noch mit einer zeitlichen Ausweitung einer der ersten Programmpunkte zusammenhängen. Als ich dann im weiteren Verlauf den mich interessierenden vierten Programmpunkt gar nicht mehr, statt dessen aber den an Punkt 2 aufgeführten Punkt mit der von mir bereits erwähnten LINUX-Alternative geboten bekam, musste ich erkennen, dass die Programmpunkte offenbar in anderer Reihenfolge abgehandelt wurden. Schade, von solch einem Kongress, hätte ich mir trotz der widrigen Umstände aufgrund der USA-Absagen ein professionelleres Management gewünscht. Zumindest ein Hinweis zu Beginn des Workshops auf eine geänderte Reihenfolge wäre günstig gewesen.

Nun zurück zum Inhaltlichen und damit zur Internet-Initiative der Aktion Mensch:

Kein Ladeninhaber hängt an seine Tür das Schild "Zutritt nur für Kunden mit rotgepunkteten Krawatten". Im Internet dagegen passiert das täglich. "Mindestauflösung 1024/768" oder "best viewed with internet explorer 5.5". Aufgehende Fenster teilen dem Websurfer mit, welche Standards er erfüllen muss, um das Internet-Angebot vollständig nutzen zu können. Aber manche haben keine rotgepunktete Krawatte. Statistisch gesehen sind Menschen mit Behinderungen überdurchschnittlich häufig im Netz. Dennoch können Sie zahlreiche Angebote nicht nutzen. Zu wenig ist bekannt über die Erfordernisse behinderter Surfer, dass blinden und sehbehinderten Nutzern die Bits und Bites auf einer Braille-Zeile ausgegeben oder über eine Sprachausgabe vorgelesen werden, körper- oder geistig behinderte Nutzer eine klare Navigation und - wegen ungenauer Mausführung - möglichst große Buttons brauchen. Die betreffenden Programmierer und Designer wissen in der Regel gar nicht, dass sie rund 20 Prozent der potentiellen Nutzer ihrer Internetseiten den Zutritt verwehren.

Deshalb startete Aktion Mensch seine Initiative "Einfach für @lle". Mit zehn Regeln zum barrierefreien Web-Design werden Anbieter von Web-Seiten, Designer und Programmierer angesprochen, die Erfordernisse der Nutzer zu berücksichtigen. Denn barrierefreies Internet garantiert Zugänglichkeit für alle Nutzer - egal ob mit oder ohne Behinderung.

Am Nachmittag referierte zunächst der Vorsitzende von IBM Deutschland, Erwin Staudt, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Initiative D21, eines Zusammenschlusses führender deutscher Unternehmen mit dem Ziel, die Transformation von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen. Sein Thema "Überwindung der digitalen Spaltung als unternehmerische Verantwortung" beschäftigte sich mit der Verantwortung und den Möglichkeiten des Sponsorings. Die Initiative D21 sponsert z.B. Internetzugänge für Jugendliche in Schulen. Als Problem wurde fehlende Nachhaltigkeit und fehlende Verantwortungsausübung der Sponsoren angesprochen. So hätten Sponsoren die Möglichkeit, die Öffnung von Internetzugängen in Schulen auch nach Unterrichtsschluss einzufordern, um den Jugendlichen, die über keinen eigenen Internetzugang verfügen, die Nutzung zu ermöglichen.

Anschließend hielt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf, eine kurzes Referat zum Thema "Vernetzte Gesellschaft". Er wies darauf hin, dass die Bundesregierung kürzlich 1.600 Bibliotheken mit Internetzugängen ausgestattet hat. Das Internet muss nach Auffassung der Bundesregierung allen zugänglich gemacht werden. Alle gesellschaftlichen Gruppen sollen eine gleichwertigen und uneingeschränkten Zugang zum Internet haben. Mit gezielten Aktionen und Projekten wendet die Regierung sich insbesondere an die gesellschaftlichen Gruppen, die bisher keinen oder nur wenig Kontakt mit diesem neuen Medium hatten. Auf Befragen eines Interessenvertreters der Blinden- und Sehbehinderten gab Herr Mosbach bekannt, dass er am gleichen Tag mit dem EU-Kommissar Erkki Liikanen verabredet hatte, ein Programm zur Förderung von Internetzugängen für Blinde und Sehbehinderte aufzulegen. Anregungen hierfür seitens der Interessenvertreter seien noch willkommen.

Nach einer weiteren Projektpräsentation für türkische Migranten und folgte eine Podiumsdiskussion zur Thematik "Status Quo: Was haben wir erreicht? Was können wir verbessern?", in der je ein Vertreter der am Kongress beteiligten Randgruppen Stellung nehmen konnten. Für die Behinderten nahm Prof. Dr. Christian Bühler, Leiter des Forschungsinstitutes Technologie-Behindertenhilfe (FTB) Vollmarstein, an der Podiumsdiskussion teil. Er wies nochmals auf die Empfehlungen der W3C und von Einfach für @lle hin. Dabei sollte auch einseitige Darstellung vermieden werden, weil optische Angebote für Blinde und akustische Angebote für Gehörlose Probleme bereiten. Dieses veranlasste den Moderator zu dem Eingeständnis, dass die Rede des Ministers vom Vortag nur als Sound-Datei auf der Homepage www.chanchengleichheit-im-netz.de angeboten wird.

Interessant war auch die Vorstellung des Netzwerks "Digitale Chancen" - ein deutsches Modellprojekt für die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Die Redaktionspartnerschaft für den Bereich "Menschen mit Behinderungen" hat das FTB Volmarstein übernommen.

Referatsleiter Dr. Ulrich Sandl beendete den Kongress mit einem kurzen positiven Resümee.

Persönliches Fazit:

Ich war vorher sehr skeptisch, ob meine Teilnahme an dem Kongress aus Sicht unseres Verbandes sinnvoll und wirtschaftlich angebracht sein würde. Nur für das Erscheinen auf der Teilnehmerliste wären die aufgewandten Kosten für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung zu hoch.

Im nachhinein bin ich aber der Ansicht, dass die Teilnahme sich für den Verband doch sehr sinnvoll war. Dieser Kongress war vom Teilnehmerkreis sehr integrativ angelegt, d.h. es waren nicht nur die sogenannten "gesellschaftlichen Randgruppen" unter sich, sondern auch namhafte Vertreter der Wirtschaft (hohe Vertreter der deutschen Ableger - aber auch der internationalen Zentralen - von IBM, AOL, SUN, Burda, SuSE, Bertelsmann, Time Warner, Deutsche Telekom, der Wissenschaft und sonstiger Institutionen) anwesend. Die Integration von "Randgruppen" bedeutet auch, dass diese nicht nur Kontakt mit ihren spezifischen Ministerien, meist vom Ressort "Soziales" zu tun haben, sondern auch Berührungspunkte mit den übrigen Ministerien pflegen und ausbauen.

Zwar müssen hierfür manche Rahmenbedingungen noch sehr verbessert werden, z.B. sollte man für solche Kongresse darauf achten, dass die Gebäude behindertengerecht sind. Die mit Rollstuhl unerreichbare Garderobe ist zwar verschmerzbar, aber nur über mehrere Stufen erreichbare Kinosäle, in die dann maximal ein Rollstuhl mit Muskelkraft gehievt werden können, sollten für öffentliche Veranstaltungen einfach nicht mehr genutzt werden. Gerade in Berlin sollten genügend Alternativen vorhanden sein. Aber wir Behinderten wissen, dass wir auf solche Selbstverständlichkeiten immer erst hinweisen müssen, bevor sie in die Planung einbezogen werden.

Wenn dann die Rahmenbedingungen verbessert sind, können sich auf solchen Veranstaltungen viele nützliche Anknüpfungspunkte ergeben, die für die gesamte Gesellschaft von Nutzen sind.

Ganz konkret habe ich für meinen Verband von diesem Kongress mitgenommen:

Alle Angaben ohne Gewehr!
Rechtschreibpfähler © Frank Winkelmann, Bünde 2001